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Jetblue füllt spirit-lücke: 11 neue strecken aus fort lauderdale

Turbulente Zeiten für die US-amerikanische Luftfahrt: Der Zusammenbruch von Spirit Airlines hinterlässt eine deutliche Lücke am Fort Lauderdale-Hollywood International Airport (FLL). JetBlue Airways reagiert blitzschnell und springt in die Bresche, um den Verlust auszugleichen. Für Reisende bedeutet das: Mehr Auswahl und potenziell günstigere Angebote, zumindest kurzfristig.

Jetblue expandiert aggressiv in fort lauderdale

Der New Yorker Flugkonzern plant, ab Juli insgesamt 11 neue Strecken von FLL aus zu bedienen. Diese Routen spiegeln das frühere Angebot von Spirit Airlines wider, das nun weggebrochen ist. JetBlue setzt damit auf eine Stärkung seiner Präsenz in einem wichtigen Markt und versucht, die entstandene Unsicherheit für Passagiere zu minimieren.

Die neuen Destinationen umfassen eine Mischung aus Inlands- und Überseereisen. So werden ab dem 9. Juli Baltimore-Washington International Airport (BWI) und Chicago O'Hare International Airport (ORD) dreimal bzw. zweimal täglich angeflogen. Auch Charlotte Douglas International Airport (CLT) wird mit drei täglichen Flügen bedient. Interessant ist die Erweiterung des Netzwerks nach Südamerika: Ab dem 1. Oktober wird Barranquilla (BAQ) in Kolumbien täglich mit JetBlue erreichbar sein, ebenso Cali (CLO) ab dem 15. Oktober.

Ein Blick auf die vollständige Liste der neuen Strecken:

  • Ernesto Cortissoz International Airport (BAQ), Barranquilla, Kolumbien – täglich ab 1. Oktober
  • Baltimore-Washington International Airport (BWI) – dreimal täglich ab 9. Juli
  • Alfonso Bonilla Aragón International Airport (CLO), Cali, Kolumbien – täglich ab 15. Oktober
  • Charlotte Douglas International Airport (CLT) – dreimal täglich ab 9. Juli
  • Chicago O'Hare International Airport (ORD) – zweimal täglich ab 9. Juli
  • John Glenn Columbus International Airport (CMH), Ohio – täglich ab 2. November
  • Detroit Metropolitan Wayne County Airport (DTW) – zweimal täglich ab 9. Juli
  • Houston Bush Intercontinental Airport (IAH) – dreimal täglich ab 9. Juli
  • Indianapolis International Airport (IND) – täglich ab 2. November
  • Nashville International Airport (BNA) – dreimal täglich ab 9. Juli
  • Mercedita International Airport (PSE), Ponce, Puerto Rico – täglich ab 9. Juli

Von diesen Zielen werden sechs bisher nicht von JetBlue bedient. Das Unternehmen sieht in Fort Lauderdale einen wichtigen Eckpfeiler seiner Strategie und plant, seine Präsenz dort massiv auszubauen. Marty St. George, Präsident von JetBlue, bezeichnete FLL bereits als das „dritte Bein des Stuhls“ neben den Basen in Boston und New York.

Experten erwarten, dass die Konkurrenzsituation durch den Ausfall von Spirit Airlines zu steigenden Flugpreisen in anderen Märkten führen wird, insbesondere angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen und der daraus resultierenden höheren Treibstoffkosten. Während Frontier Airlines ebenfalls von der Situation profitieren dürfte, setzt JetBlue auf seine etablierte Marke und sein Qualitätsversprechen, um Reisende zu gewinnen.

Die Entscheidung von JetBlue, in Fort Lauderdale so stark zu investieren, signalisiert eine langfristige Vision. Das Unternehmen plant, seine Kapazität dort auf das Niveau von Boston hochzufahren und sogar einen neuen BlueHouse Lounge in Terminal 3 zu eröffnen. Wer also in den kommenden Monaten eine Reise von oder nach Fort Lauderdale plant, sollte sich die Angebote von JetBlue genauer ansehen – es könnte sich lohnen.