Doppelbock für reisende: so sparen sie punkte bei hotelbuchungen!
Wer kennt es nicht: Die Jagd nach den besten Hotel-Deals und die Maximierung von Vielfliegerprogrammen kann sich anfühlen wie ein Wettlauf gegen die Zeit. Doch was, wenn ich Ihnen sage, dass es eine Strategie gibt, um mit vereinten Kräften – und minimalem Aufwand – Ihre Punktebestände ordentlich aufzubessern? Ich, Heike Schäfer von ToskanaTraum, habe kürzlich einen kleinen, aber feinen Trick entdeckt, der Ihnen bares Geld sparen kann.
Zwei programme, ein hotel: die überraschung bei meiner lissabon-reise
Bei der Planung meiner letzten Solo-Reise nach Lissabon stieß ich auf eine überraschende Entdeckung: Einige Hotels gehören tatsächlich gleich mehreren großen Bonusprogrammen an. Das Hotel The Vintage Lisbon beispielsweise lässt sich sowohl über Hilton Honors als auch über World of Hyatt buchen. Nach sorgfältigem Vergleich der Webseiten und einem genaueren Blick auf die Fotos – um sicherzustellen, dass es sich wirklich um dasselbe Hotel handelte – entschied ich mich, diesen ungewöhnlichen Fall auf Herz und Nieren zu prüfen.
Das größte Plus dieser Doppelmitgliedschaften liegt auf der Hand: Sie als Reisender erhalten mehr Buchungsoptionen und somit die Möglichkeit, Ihre Prämien maximal auszuschöpfen. Im Fall des The Vintage Lisbon waren die Prämienraten bei Hyatt deutlich attraktiver: 24.250 World of Hyatt Punkte pro Nacht im Vergleich zu 70.000 Hilton Honors Punkten. Ein Unterschied, der sich lohnt, gerade wenn man die Flexibilität besitzt, Punkte zu transferieren.
Leider waren meine Hyatt-Konten gerade etwas mager. Ein Transfer von 49.000 Chase Ultimate Rewards Punkten nach World of Hyatt wäre möglich gewesen, doch ich hegte die Hoffnung, meine Chase-Punkte für eine größere United MileagePlus-Aktion aufzubewahren. Stattdessen konnte ich auf einen ordentlichen Fundus an Hilton-Punkten zurückgreifen. Diese hatte ich spekulativ von American Express Membership Rewards transferiert, als es einen großzügigen 30%-Bonus gab. Das Ergebnis: Eine deutliche Verbesserung des Transferverhältnisses von 1:2 auf 1:2,6. Ich konnte effektiv 54.000 Amex-Punkte für einen Aufenthalt ausgeben, der sonst 785 Euro gekostet hätte – eine solide Rendite von 1,7 Cent pro Punkt!
Also buchte ich zwei Nächte im The Vintage über Hilton Honors und investierte quasi nichts. Und das Beste: Ich behielt meine wertvollen Chase-Punkte! Ein seltener Beweis dafür, dass proaktives Punktetransferieren, selbst ohne konkretes Ziel, sich auszahlen kann.
Allerdings hätte ich, wenn ich den Aufenthalt bar bezahlt hätte, definitiv über Hyatt gebucht. Schließlich verbringe ich mehr Zeit in Hyatt-Hotels als in Hilton-Häusern, wodurch World of Hyatt Punkte und Elite-Statusvorteile für mich wertvoller sind. Zudem besitze ich die World of Hyatt Credit Card, die mir bei Hyatt-Ausgaben Bonuspunkte und den Status von Discoverist bietet.

Mehr als nur punkte: der ganzheitliche mehrwert
Doch der eigentliche Clou lag nicht nur im Punkte-Aspekt. Das The Vintage bot ein unvergleichliches Erlebnis. Der herzliche Service, das Spa-Areal mit Pool, Sauna und Dampfbad – es war der ideale Ort, um auf meiner Solo-Reise zu entspannen. Die Nähe zu Restaurants, einer Metrostation und dem Botanischen Garten von Lissabon rundete das Gesamtbild ab.
Ein weiteres Highlight: Ein reichhaltiges Frühstück war im Prämienpreis inbegriffen. Ob dies auch bei einer Buchung über World of Hyatt der Fall gewesen wäre, bleibt fraglich.
Und da war noch mehr: Kurz vor meiner Anreise erhielt ich eine E-Mail von Hilton, die auf mysteriöse Vorteile hindeutete: „Genießen Sie ein maßgeschneidertes Luxuserlebnis mit Small Luxury Hotels of the World.“ Diese Erfahrung offenbarte sich in Form einer kleinen Flasche Wein und einigen der berühmten Pastel de Nata Desserts Portugals. Dazu gab es ein Schreiben, das meine Hilton Honors Vorteile erläuterte: kostenloses WLAN, eine Flasche Wasser und späte Ausreise (sofern verfügbar).
Soweit ich weiß, hätte World of Hyatt diese Extras – abgesehen von kostenlosem WLAN – nicht angeboten. Selbst mit Top-Elite-Status in Hyatt würden viele dieser Annehmlichkeiten in Mr & Mrs Smith Hotels nicht gewährt.
Ich nutzte die Gelegenheit, um meine World of Hyatt Credit Card zu testen und zu sehen, ob ich bei zusätzlichen Einkäufen im Hotel Bonuspunkte sammeln konnte. Beim Genuss eines Falafel-Platters in der Rooftop-Bar – der fast so gut war wie die Aussicht – ließ ich das Essen über meine Hyatt-Karte laufen.
Und tatsächlich: Die Transaktion wurde als Hyatt auf meiner Kreditkartenabrechnung verbucht, was mir zusätzliche Punkte einbrachte. Eine schöne Bestätigung dafür, dass man, wenn man Zugriff auf mehrere Bonusprogramme hat, die Punkte für die Buchung nutzen und die andere Karte für Bargeldzahlungen einsetzen kann.

Wie sie diese chance nutzen können
Wie finden Sie nun solche Doppelbuchungsmöglichkeiten? Hotels, die zu mehreren Programmen gehören, sind oft Mitglieder unabhängiger Kollektionen, die in die Mainstream-Bonusprogramme integriert sind. Das The Vintage Lisbon ist beispielsweise Mitglied sowohl von Small Luxury Hotels of the World (Partnerschaft mit Hilton Honors) als auch von Mr & Mrs Smith (Teil des Hyatt-Ökosystems). Ich bin auf einige ähnliche Fälle gestoßen, darunter das Esh Hotel and Spa in Costa Rica, das sowohl Mitglied von Design Hotels (integriert in Marriott Bonvoy) als auch von Mr & Mrs Smith ist.
Wenn Sie ein Hotel in einer dieser Kollektionen ins Auge fassen, lohnt es sich, die Optionen zu prüfen. Tools wie Rooms.aero können Ihnen dabei helfen, die Prämienverfügbarkeit über verschiedene Programme hinweg zu vergleichen. Bei meiner Suche in Lissabon tauchten zwei Versionen des The Vintage direkt nebeneinander auf, gekennzeichnet mit Hilton und Hyatt.
Vergessen Sie nicht, die Preise über alle verfügbaren Programme zu vergleichen, die Stornierungsbedingungen zu prüfen und zu berücksichtigen, ob Frühstück inklusive ist. Und natürlich: Welche Punkte haben Sie zur Verfügung und welche Transferboni gibt es gerade?
Fazit: Die Flexibilität macht den Unterschied.
Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Hilton über Hyatt wählen würde. Doch da ich gerade viele Hilton-Punkte zur Verfügung hatte – dank des Amex-Transferbonus – war ich froh, diese nutzen und meine Chase-Punkte für etwas anderes aufsparen zu können. Es lohnt sich immer, alle Optionen abzuwägen, bevor Sie eine Buchung vornehmen. Und vergessen Sie nicht andere Plattformen, wie Kreditkarten-Reiseportale, wo Sie möglicherweise Bonuspunkte sammeln oder spezielle Vorteile erhalten können.
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