Spirit airlines: bieterstreit um lukrative landerechte in new york droht!
Ein dramatischer Kampf um Millionenbeträge entbrennt in New York: Spirit Airlines, gerade aus dem Konkurs entlassen, versucht, seine wertvollen Landerechte am LaGuardia Airport (LGA) zu Geld zu machen. Doch die Versteigerung, geplant für den 9. Juli, steht plötzlich unter einem schlechten Stern.
Die port authority wehrt sich gegen die auktion
Spirit Airlines, einst ein bekannter Name im Billigflugverkehr, will seine 22 sogenannten „Slots“ – also die Erlaubnis, in LGA zu starten und zu landen – für mindestens 87 Millionen Dollar versteigern. Das klingt nach einem willkommenen Deal für die Konkursmasse. Doch die Port Authority of New York and New Jersey, die LGA betreibt, sieht die Sache anders. Sie hält die Auktion für illegal und hat Widerspruch eingelegt.
Der Knackpunkt: Die Port Authority argumentiert, dass die Slots ohne die dazugehörige Genehmigung, die jeweiligen Einrichtungen des Flughafens nutzen zu dürfen, wertlos seien. Diese Genehmigung kann nicht mitverkauft werden. Ein Zündstoff, der den Deal gefährdet.
Spirit Airlines kontert mit der Behauptung, die Port Authority sei schlichtweg uninformiert. „Ihr Kernvorwurf – dass wir uns der rechtlichen Rahmenbedingungen für die LGA-Slots nicht bewusst seien – ist schlichtweg falsch“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Man arbeite eng mit den zuständigen Behörden zusammen, um die Transaktion rechtssicher zu gestalten.
Historischer Kontext: Der Handel mit Slots am LGA ist keine Seltenheit. Bereits 2021 und 2022 übertrug American Airlines Slots an JetBlue Airways im Rahmen einer Kooperation. Auch ein großer Slot-Tausch zwischen Delta Air Lines und US Airways (heute Teil von American Airlines) im Jahr 2011 fand nach behördlicher Genehmigung statt. Diesen Präzedenzfall sieht Spirit Airlines als Argument für seine Auktion.
Nun bleibt abzuwarten, ob die Gerichte die Rechtsstreitigkeiten klären und die Versteigerung tatsächlich stattfinden kann. Die Federal Aviation Administration (FAA) drängt bereits darauf, dass ein anderer Billigflieger die Slots von Spirit übernimmt – ein Signal, das die Konkurrenz aufmerksam macht. Frontier Airlines gilt als ernsthafter Kandidat, doch auch American Airlines, JetBlue Airways und Southwest Airlines könnten in den Ring werfen.
Die Entscheidung des Gerichts am 10. Juni wird entscheidend sein. Die Luftfahrtbranche hält den Atem an.