Hilton-boss verrät: neue elite-stufe und preisanstieg bei punkten!
Chris Nassetta, der CEO von Hilton, hat in einem exklusiven Gespräch mit TPG einige überraschende Einblicke in die Zukunft des Hotelriesen gegeben. Von neuen Marken bis hin zu den Auswirkungen steigender Preise auf das Hilton Honors-Programm – es gibt viel für Reisende und treue Kunden zu wissen.
Die hilton-familie wird größer und vielfältiger
Nassetta betonte, dass Hilton in einer Branche mit „außergewöhnlichem Potenzial“ agiert und sich erfolgreich von der Konkurrenz abhebt. Dieser Erfolg basiert auf einer immer breiteren Markenpalette, die auf die Bedürfnisse verschiedenster Reisender zugeschnitten ist. Was einst mit nur acht Marken begann, umfasst heute ein beeindruckendes Portfolio, das von luxuriösen Resorts wie LXR und strategischen Partnerschaften mit Small Luxury Hotels bis hin zu trendigen Lifestyle-Hotels wie Graduate und Wellness-Oasen wie Tempo reicht. „Wir hören auf, neue Marken hinzuzufügen, wenn die Kunden uns nicht mehr dazu auffordern“, so Nassetta mit einem Augenzwinkern, was bedeutet, dass die Expansion bei Hilton vorerst kein Ende in Sicht hat.

Punktepreise steigen – eine frage der wirtschaftlichkeit
Ein heißes Thema für viele Hilton Honors-Mitglieder sind die steigenden Punktpreise, insbesondere bei sogenannten Premium-Nächten, die teilweise horrende Summen erfordern. Nassetta erklärte, dass diese Entwicklung untrennbar mit den gestiegenen Kosten für Luxushotels verbunden ist. „Der gehobene Markt ist teurer geworden, und das System muss das auch widerspiegeln“, so der CEO. Hilton müsse sicherstellen, dass die Hotelbesitzer für die Zimmer entschädigt werden, die sie an Punkte-Nutzer vergeben, insbesondere in Zeiten, in denen sie die Zimmer sonst verkaufen könnten. Es sei ein Balanceakt, denn das Punkteprogramm müsse für alle Reisenden attraktiv bleiben – von Gelegenheitsreisenden bis hin zu Stammgästen.

Diamond reserve: eine neue elite-ebene für besondere ansprüche
Die wachsende Popularität des Hilton Honors-Programms und die steigende Anzahl von Diamond-Mitgliedern haben dazu geführt, dass Hilton eine neue Elite-Ebene eingeführt hat: Diamond Reserve. Diese erfordert 80 Übernachtungen oder 40 Aufenthalte sowie einen Jahresumsatz von 18.000 Dollar. Nassetta betonte, dass diese neue Stufe nicht dazu dienen soll, die Vorteile für Diamond-Mitglieder einzuschränken, sondern vielmehr eine „aspirationale“ Option für besonders treue Kunden zu schaffen. „Wir haben nichts an Diamond weggenommen. Im Gegenteil, wir haben es einfacher gemacht, Gold-Status zu erreichen, da wir festgestellt haben, dass wir hier nicht mehr auf dem neuesten Stand waren.“

Mehr als nur stammgäste: hilton denkt an alle
Hilton vergisst dabei nicht die Gelegenheitsreisenden, die vielleicht nur ein- oder zweimal im Jahr ein Hotel buchen. „Wir wollen, dass sich alle Reisenden bei uns etwas Besonderes fühlen“, so Nassetta. Das bedeutet Rabatte, exklusive Angebote mit Amazon und Lyft und andere Vergünstigungen, die auch für weniger häufige Gäste attraktiv sind.
Ein hauch von geheimnis: könnte eine noch höhere elite-ebene folgen?
Gerüchte über eine exklusive, einladungsbasierte Elite-Ebene oberhalb von Diamond Reserve, genannt „The Honors Society“, machen die Runde. Nassetta bestätigte die Existenz dieser Ebene zwar nicht direkt, deutete aber an, dass es „vielleicht noch etwas über Diamond Reserve geben könnte“. Ein aktueller Instagram-Post von Paris Hilton, der die App mit dem Hinweis „The Honors Society“ zeigt, hat diese Spekulationen zusätzlich angeheizt. „Unser Hilton Honors-Team arbeitet stets daran, unsere treuesten Mitglieder auf besondere Weise zu ehren und zu belohnen“, so ein Sprecher von Hilton ausweichend. Nassetta fügte mit einem verschmitzten Lächeln hinzu: „Darüber gibt es nichts zu sagen.“
